DevOps als Unternehmenskultur

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Vier Gründe, warum Unternehmen DevOps aktiv als Unternehmenskultur verankern sollten.

Die digitale Transformation zwingt Unternehmen dazu, ihre Geschäftsmodelle und auch die internen Wertschöpfungsketten zu überdenken und neu auszurichten. DevOps ist dabei ein Ansatz, der Softwareentwicklung (Dev) und IT-Betrieb (Ops) zunehmend miteinander verzahnt.

Doch DevOps ist inzwischen weniger eine technische als eine kulturelle Herausforderung für Unternehmen. Denn die Neuordnung von Entwicklungs- und Deployment-Prozessen zieht auch eine organisatorische Neuausrichtung innerhalb des Unternehmens nach sich. Die folgenden vier Gründe zeigen auf, warum Unternehmen DevOps aktiv als Unternehmenskultur etablieren sollten.

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1. DevOps verdeutlicht die Bedeutung der IT in der digitalen Geschäftswelt

Software dient heute nicht mehr nur der Unterstützung von Geschäftsprozessen. Sie ist vielmehr im Rahmen von digitaler Transformation und Cloud-Technologien ein wesentlicher Bestandteil jedes einzelnen Unternehmensbereichs geworden. Deshalb ist es heute wichtiger denn je, die Entwicklung und Bereitstellung neuer Software und Services zu beschleunigen.

Genau dabei kann DevOps helfen. Doch um DevOps wirklich erfolgreich im Unternehmen zu etablieren, gilt es, bestehende Strukturen entsprechend anzupassen bzw. zu modernisieren. Unternehmen müssen dazu vor allem bestehende Silostrukturen aufbrechen, ihre Kommunikation verbessern und eine neue Fehler- bzw. Lernkultur etablieren. Nur so kann DevOps zur Unternehmenskultur werden.

2. DevOps macht Unternehmen wesentlich agiler

Die Studie „Agile Business & IT Collaboration Model 2019“ von Horváth & Partners zeigt, dass der Joballtag für Mitarbeiter immer agiler wird. Das betrifft heute längst nicht mehr nur die IT, sondern auch übergreifend das Business. Dies berichten bereits 83 Prozent der befragten Führungskräfte.

Auch die Studie „DevOps in Deutschland 2020“  von IDC kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Darin nennen 40 Prozent der Befragten eine gesteigerte Agilität als einen wichtigen Treiber für den Einsatz von DevOps. Weitere Faktoren sind schnellere Modernisierung der IT-Infrastruktur (38 Prozent), bessere Kundenzufriedenheit (37 Prozent), effizientere Unterstützung von Geschäftsinnovationen (36 Prozent) sowie höhere Entwicklungsproduktivität (36 Prozent).

DevOps als Unternehmenskultur, Statistik zu den Treibern von DevOps

Quelle: „DevOps in Deutschland 2020“, IDC, 2019

Hier wird schnell deutlich, warum es wichtig ist, DevOps übergreifend als Unternehmenskultur zu etablieren. Doch um das zu gewährleisten, muss das Management gezielt ein Bewusstsein für mehr Agilität innerhalb der gesamten Organisation fördern. Und das darf sich nicht nur auf einzelne Abteilungen beschränken. Vielmehr muss eine wirklich „agile Denkweise“ in allen Unternehmensbereichen geschaffen werden. Erst dann stärkt Agilität wirklich die Zusammenarbeit, die Transparenz und das Verständnis der Mitarbeiter für die Arbeit der anderen Abteilungen.

3. DevOps intensiviert eine übergreifende Zusammenarbeit

Das Hauptziel von DevOps aus technischer Sicht ist es, Release-Zeiten von Anwendungen deutlich zu verkürzen. Doch es handelt sich bei diesem Ansatz um weit mehr: DevOps fördert eine intensivere Zusammenarbeit übergreifender Teams. Den Einstieg bildet sicherlich die IT. Hier arbeiten Developer enger mit Operationsteams zusammen, um den Entwicklungs- und Deploymentprozess für Anwendungen zu beschleunigen und zunehmend zu automatisieren. Doch der DevOps-Ansatz geht über diese technische Ebene hinaus und wirkt sich auf die gesamte Unternehmenskultur aus.

So kann DevOps auch eine bereichsübergreifende, unternehmensweite Zusammenarbeit fördern. Dabei können beispielsweise Manager, Entwickler, Administratoren und Tester direkt mit dem Kunden zusammenarbeiten, um gemeinsam ein neues Produkt zu entwickeln. Die Studie von Horváth & Partner bestätigt, dass die Zukunft ganz klar der integrierten und flexiblen Zusammenarbeit gehört. Doch in diesem Bereich besteht noch Nachholbedarf. Das zeigt die Studie von IDC: Danach haben erst 21 Prozent der Unternehmen DevOps-Teams inklusive Business-Stakeholdern gebildet, um die Zusammenarbeit in der Entwicklung zu fördern.

DevOps als Unternehmenskultur, Abbildung zum Status von DevOps

Quelle: „DevOps in Deutschland 2020“, IDC, 2019

4. DevOps fördert eine neue Lernkultur im Unternehmen

Für eine erfolgreiche Umsetzung von DevOps ist ein Wandel der IT- und Unternehmenskultur nötig. Doch laut IDC sehen 34 Prozent der Befragten IT-Kultur und Beharrungsvermögen bisher als größte Schwierigkeit bei der Umsetzung von DevOps. Deshalb ist es wichtig, dass der Wandel direkt aus dem Management unterstützt und vorangetrieben wird. Zudem gilt es zu vermeiden, beim Auftreten von Problemen zu Maßnahmen zu greifen, die früher einmal erfolgreich waren. Denn diese bewirken meist im Sinne der DevOps-Ziele im besten Fall nichts und im schlimmsten Fall sogar das Gegenteil.

Die Umsetzung von DevOps beginnt also im Idealfall damit, den Prozess der Softwareentwicklung in möglichst kleine Teilschritte aufzuteilen. Dazu gibt es viele Ansätze und Tools wie Microservices, Container, CI/CD und mehr. Doch insgesamt darf der Rest der IT-Wertschöpfungskette nicht außer Acht gelassen werden. Die Agilität muss sich von der Idee bis zum Kunden konsequent durchziehen.

Um das zu erreichen hilft es, Feedback-Zyklen zu etablieren. Denn oft tritt ein Problem erst weiter hinten in der Wertschöpfungskette auf. Kommt dann kein Feedback dazu beim „Verursacher“ an, weiß er nichts davon und kann auch nichts hinzulernen. Er muss also verstehen können, dass es ein Problem gibt und warum es eines ist. Nur so kann er das Problem beheben und zukünftig vermeiden. Auf diese Weise kann sich eine neue Lernkultur innerhalb des Unternehmens etablieren.

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Titelbild von Dirk Wouters auf Pixabay

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