Digitalisierung: Fachabteilungen fühlen sich von der IT zu wenig unterstützt

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Eine aktuelle Studie spiegelt den Stand der Digitalisierung in deutschen Unternehmen.

In der Öffentlichkeit drehen sich Fragen um die Digitalisierung meist um die Netzinfrastruktur oder die Vernetzung von Systemen innerhalb von Unternehmen. Für den einen bedeutet Digitalisierung E-Commerce statt stationärem Handel, für andere ist damit der Breitbandausbau gemeint.

Dabei findet die Digitalisierung in der unternehmerischen Praxis auf sehr vielen Ebenen statt:

  • Einheitliche Systeme für Kundenbeziehungen und Support
  • Vernetzung von Produktion und Logistik
  • Systeme, die Daten automatisiert nutzbar machen

Dies alles geschieht in Form neuer SaaS-Tools, Migration bestehender Systeme, Investitionen in neue Support-Lösungen, Flexibilisierung von Infrastruktur und vieles mehr.

Deutschland gilt als Entwicklungsland bei der Digitalisierung. In der „Lünendonk-Studie 2020: Der Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland“ bescheinigen sich deutsche Unternehmen tatsächlich nur durchschnittliche Noten beim Reifegrad der Digitalisierung: Nur 40 Prozent der Verantwortlichen attestieren ihrem eigenen Unternehmen eine hohe Digitalkompetenz. Das sind weit weniger als die 48 Prozent, die in ihrem Unternehmen eher mittlere Fähigkeiten sehen, Digitalisierungsvorhaben in die Praxis umzusetzen. Bestnoten geben sich nur die wenigsten. Über 200 IT-Verantwortliche haben bei dieser Befragung teilgenommen.

Businessanforderungen erfüllen

Eine besondere Rolle spielt die Zusammenarbeit – oder deren Mangel – zwischen Fachabteilungen und der IT. Denn hier können Prioritäten im Detail unterschiedlich ausfallen. Die IT will die Sicherheit und Verfügbarkeit der existierenden Systeme gewährleisten und die Anzahl der aktuell laufenden Projekte überschaubar halten. Die KollegInnen aus den Business Units haben hingegen andere Themen vor Augen: Mehr operative Effizienz, neue Geschäftspotenziale durch bessere Analytics erkennen, Erleichterung durch neue Prozesse und Tools.

Dazu zählen umfassende Lösungen in Form eines CRMs oder ERP-Systems. Bei diesen Themen geht es nicht nur darum, ein SaaS einzuführen, sondern diese Projekte bestehen aus einer langen Kette von der technischen Infrastruktur bis hin zur Anpassung einer bestehenden Lösung.

Diese beiden Haltungen und Perspektiven kollidieren in vielen deutschen Unternehmen miteinander. Compliance und Policies treffen auf geschäftliche Ambitionen und Drang nach Wachstum. Neue Projekte, die neue Workloads in das Unternehmen bringen sollen. Dies zeigt auch die aktuelle Studie: Nur 45 Prozent stimmen zu, dass die IT aktuelle und zukünftige Anforderungen der Fachabteilungen unterstützt, 53 Prozent fühlen sich von der eigenen IT nur „teilweise“ unterstützt.

Woran hängt es?

Ein Mangel an Fachkräften und generellem Know-how im Unternehmen sind laut der Studie der meistgenannte Grund, woran die digitale Transformation in Unternehmen aktuell noch scheitert. Es benötigt Zeit, die interne Expertise aufzubauen und Kapazität für Innovationsprojekte zu schaffen. Denn neue Systeme, Workloads und Projekte erfordern freie Ressourcen. Fehlen diese internen Kapazitäten für Innovationsprojekte, bleibt die Transformation aus. Fachabteilungen weichen womöglich auf externe Dienstleister und „Schatten-IT“ aus, um auf diesem Wege eigene Projekte zu starten.

Fehlendes Budget und mangelnder Fokus auf Zukunftsthemen sind die weiteren Gründe, die in den Ergebnissen der Befragung ganz oben stehen. Viele weitere Hemmschuhe der Digitalisierung haben mit der bestehenden IT-Infrastruktur zu tun: Komplexe Altsysteme, die sich nur schlecht erweitern oder mit neuen, zusätzlichen Lösungen kombinieren lassen, bremsen in vielen Unternehmen die weitere Digitalisierung aus, so die Ergebnisse der Befragung.

Plattformen, die neue Workloads unterstützen, ohne zugleich Einfluss auf geschäftskritische Altsysteme zu haben, können diese Lücke in Unternehmen stopfen, deren Infrastruktur nicht für die Zukunft ausgelegt ist.

Wie die IT Digitalisierung unterstützen kann

Know-how, Infrastruktur und knappe personelle Kapazität nennt die Studie als Hauptgründe, warum Unternehmen digital auf der Stelle treten. Dabei sind all dies Aspekte, die sich skalierbar mieten, buchen und hinzuziehen lassen. Es gibt keinen Mangel an SaaS-Tools, PaaS-Lösungen und Systemen, die Businessabteilungen mit neuen Tools versorgen können. Die IT kann hier die Sorge haben, einerseits die Kontrolle über die Tool-Landschaft zu verlieren und andererseits intern als ein Gegenspieler oder Blocker der Fachabteilungen wahrgenommen zu werden.

Deshalb benötigt die IT Werkzeuge, die schnelle und skalierbare Entwicklung und Implementierung neuer Tools ermöglichen – ohne dabei Kontrolle aus der Hand zu geben oder den Überblick über die IT-Landschaft zu verlieren.

Es braucht eine einheitliche Verwaltung einer heterogenen Struktur. Insbesondere dann, wenn es sich um Innovationsthemen handelt, die das Alltagsgeschäft und somit existierende Prozesse nicht beeinflussen. Dies ermöglicht beispielsweise die Multi-Cloud-Plattform plus.io. Sie bietet flexiblen und zugleich einheitlichen Zugang zu hybriden und modularen Cloud-Ressourcen – inklusive der großen Hyperscaler. Damit kann die IT den Fachabteilungen in kürzester Zeit zusätzliche, passende Infrastruktur zur Verfügung stellen.

plus.io abstrahiert als Multi-Cloud-Stack Plattformen und Workloads in wählbare Module. Ob SAP, IoT-Plattform oder als Management-Plattform für Multi-Cloud-Infrastruktur: plus.io ist eine zentrale Plattform für alle Digitalisierungs-Tools in Unternehmen und verbindet die existierende Infrastruktur mit der Cloud. Hier finden IT-Verantwortliche die nötigen Tools für alle Bestrebungen und Innovationsprojekte in ihrem Unternehmen und behalten zugleich die Übersicht und Kontrolle.

plus.io Multi-Cloud-Plattform

So unterstützt plus.io die Digitalisierung

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Titelbild von Gerd Altmann auf Pixabay

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