Digitalisierung in der Logistikbranche

Jetzt Artikel teilen:

Wie sieht es aus in der Branche, von der behauptet wird, sie verschlafe die Digitalisierung? Was ist dran an den Vorwürfen, dass viele mittelständische Unternehmen aus der Logistikbranche den Anschluss verpassen und damit dem Wettbewerb das Feld überlassen?

Schaut man sich einen Bestellablauf in der Branche an, war dies über Jahrzehnte ein typisches Szenario: Ein Kunde sucht nach einem Transport für seine Waren und stellt per Anruf, E-Mail oder Fax seine Anfrage bei einem Logistikunternehmen. Der Disponent prüft daraufhin die Frachtraten von Fluglinien und Reedereien. Anschließend stellt er eine passende Route inklusive LKW-Dienstleister zusammen. Dafür nimmt er Listen zu Hilfe, eine digitale Unterstützung gibt es nicht. So vergehen zwei oder drei Tage, allein bis der Anfrager seinen Kostenvorschlag erhält.

Die Dynamik nimmt zu

Doch die Realität zeigt: Es gibt längst eine ganz andere, dynamische Entwicklung in der Logistikbranche. Unternehmen geben der Digitalisierung mehr und mehr Raum, der analoge Prozess wird zunehmend verdrängt. Digitale Techniken wie die Bestandsüberwachung in Echtzeit oder Tracking-Systeme für Pakete und Warenlieferungen haben ihren Platz gefunden.

Manuelle, automatisierte und autonome Prozesse spielen immer häufiger gleichberechtigt nebeneinander. Flottenmanagement, Routenplanung, Ortung und Temperaturüberwachung sind nur einige Faktoren, die miteinander vernetzt kommunizieren, Prozesse vereinfachen und die Effizienz nachhaltig steigern können. Viele Unternehmen haben sich daher längst für ein Cloud-Modell entschieden, dass Daten und Prozesse digital abbildet und sicher verwaltet. Schritt für Schritt geht es Richtung digitale Transformation, die mittel- bis langfristig die Unternehmenskultur und -struktur inklusive IT sowie die externe Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferanten und Partnern verändern und optimieren wird.

Es gibt kein Patentrezept – auch nicht für die Logistikbranche

Doch warum scheut sich eine Vielzahl von Unternehmen noch immer davor, sich für eine Cloud-Lösung zu entscheiden? Es gibt vielfältige Gründe und sie sind nachvollziehbar. Das Wissen um Vorteile und Chancen ist lückenhaft. Die Auswirkungen einer Veränderung sind nicht einschätzbar. Die Angst vor unabsehbaren Kosten ist vorhanden.
Die vielen Facetten der Logistikbranche machen klar: Es gibt kein Patentrezept für den Weg in die Cloud. Eine Alternative zur Digitalisierung gibt es, realistisch gesehen, aber auch nicht. Wer im Markt bestehen oder einen Marktvorsprung erreichen möchte, kommt an der Digitalisierung nicht vorbei.

Betrachtet man diese Entwicklung nicht aus der skeptischen, sondern einer Chancen-Perspektive, kann sich für die Entscheidungsfindung ein konstruktives Bild ergeben. Je nach Bereitschaft (Readiness) kann ein Unternehmen zunächst einzelne Schritte gehen, z. B. Digitalisierung der Frachtbriefe, vernetzte LKWs oder effizientere Routenplanung. Es kann mehrere Prozesse auf einmal umsetzen oder die Umstellung auf digitale Prozesse als Ganzes planen.

Bestens beraten mit einer durchdachten Strategie

Die Digitalisierung in der Logistik wirkt sich in jedem Unternehmen unterschiedlich aus. Und auch die Fragen sind vielfältig: Was ist für mein Logistikunternehmen die größte Herausforderung? Wie löse ich Probleme mit dem Flottenmanagement? Wie erreiche ich, dass eingehende Aufträge und Routenplanung harmonisieren?
Befragt nach den größten Vorteilen digitaler Logistikanwendungen wurden deutlich die Zeitersparnis und an zweiter Stelle die sinkende Anfälligkeit für Fehler und Ausfälle genannt. So das Ergebnis einer aktuellen Bitkom-Studie unter 514 Unternehmen ab 50 Mitarbeitern mit Logistikprozessen.

Logistik - Vorteile digitaler Anwendungen

Erkenntnisse wie diese können Logistikunternehmen unterstützen, gemeinsam mit externen Cloud-Dienstleistern gezielt Prioritäten bei dem Weg in die Cloud zu setzen.
Eine durchdachte Plattformstrategie berücksichtigt interne Prozesse, Kunden, Infrastruktur und Partner. Und sie berücksichtigt, dass jedes Unternehmen seine individuelle Zeit und Lösung braucht, um die Digitalisierung effizient und sicher zu gestalten.
Wer also externe Unterstützung sucht, und viele Unternehmen sind damit gut beraten, kann auf Managed-Service-Provider zugreifen. Seit vielen Jahren auf dem Markt etabliert, bieten sie umfassende Cloud-Lösungen inklusive Beratung, Migration, Betrieb und 24/7 Support.

Klar ist: Immer mehr Unternehmen setzen auf eine Cloud-Lösung. Der Cloud Monitor 2019 zeigt, dass inzwischen drei Viertel der Unternehmen Cloud Computing nutzen, in welcher Kombination (Private oder Public Cloud, Hybrid oder Multi-Cloud) auch immer.
Und die Prognosen für Unternehmen, die der Digitalisierung die Tür öffnen, stehen gut: Bei erfolgreicher Umsetzung kann mit einer geschätzten Produktivitätssteigerung von bis zu 30 Prozent gerechnet werden.

Effizienter (Daten-)Verkehr in der Logistik

Die Case Study des Logistikunternehmens CargoLine zeigt, wie eine Cloud-Lösung die Infrastruktur sowie Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Online-Anwendung optimiert hat.

Jetzt kostenlos downloaden

Jetzt Artikel teilen:

Das könnte Sie auch interessieren