Was ist eine Hybrid Cloud?

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Der Begriff Hybrid Cloud beschreibt das Zusammenspiel interner IT-Infrastrukturen mit der Cloud.

Am besten lässt sich das Konzept einer Hybrid Cloud anhand eines Beispiels erklären. Wenn ein Auto mit einem hybriden Motor betrieben wird, nutzt es im Stadtverkehr den wirtschaftlichen Elektroantrieb. Erst bei einem höheren Leistungsbedarf schaltet es auf den Benzinmotor um. So ähnlich funktioniert auch eine hybride Cloud-Lösung. Unternehmen können damit ihre vorhandenen internen Systeme gezielt und nach Bedarf durch Leistung aus der Cloud ergänzen. Dies können sowohl Infrastrukturen (IaaS), ganze Plattformen (PaaS) oder auch einzelne Software-Lösungen (SaaS) sein.

Lesen Sie im Folgenden:
Wofür benötigt man eine Hybrid Cloud?
Woraus besteht eine Hybrid Cloud?
Wie unterstützt die Hybrid Cloud bei Lastspitzen?
Warum hilft die Hybrid Cloud in neuen Geschäftsfeldern?
Wie verwaltet man eine Hybrid Cloud?
Hybrid Cloud aus einer Hand

Wofür benötigt man eine Hybrid Cloud?

Eine Hybrid Cloud bietet die besten Eigenschaften verschiedener Infrastrukturen. Diese fügt sie zu einer ganzheitlichen Lösung zusammen. Das ist von Vorteil, sobald viele unterschiedliche Anforderungen, auch aus verschiedenen Abteilungen, im Unternehmen zusammenkommen. So können zum Beispiel Produktionsprozesse oder sensible Unternehmensanwendungen nach wie vor auf dedizierten Servern im eigenen Haus liegen. Für einen anderen Workload wie den Webshop könnte wiederum eine Private Cloud die beste Lösung sein. Zugleich findet das Entwicklungs-Team  genau den passenden Service in der Public Cloud. Oder es werden flexible On-demand-Ressourcen als Lastüberlauf benötigt. Zudem kann die Public Cloud als zusätzlicher Backup-Standort bis hin zu Disaster Recovery als Service (DRaaS) genutzt werden.

Woraus besteht eine Hybrid Cloud?

Wie oben bereits erwähnt, setzt sich eine Hybrid Cloud aus unterschiedlichen Infrastrukturen zusammen. Der Name sagt bereits, dass in jedem Fall eine Cloud-Komponente beteiligt ist. Im Gegensatz zur Multi-Cloud spielt aber auch immer dedizierte Hardware eine Rolle. Diese wird vom Unternehmen selber oder extern von einem Managed Hosting Provider betrieben. Mögliche Beteiligte sind daher:

Dedicated ServerDedizierte Server bieten den Vorteil der alleinigen Nutzung und damit der vollen Performance der Hardware. Eine professionelle Lösung besteht meistens aus mehreren Servern mit unterschiedlichen Aufgaben. Ergänzende Komponenten sind: Load Balancer, Firewall, Switche, Storage usw. Der Nachteil dedizierter Hardware liegt in einer geringen Flexibilität und Skalierbarkeit.
Private CloudÄhnlich wie bei dedizierten Servern nutzt hier ein Unternehmen die Hardware exklusiv. Daher eignet sich auch eine Private Cloud besonders gut bei sensiblen Daten oder einem hohen Performance-Anspruch. Durch die eingesetzte Virtualisierung erzielen Unternehmen jedoch eine höhere Flexibilität als bei dedizierten Servern. Virtuelle Maschinen sind leichter zu verschieben und zu kopieren, um etwa die Auslastung der Hardware zu optimieren oder sie im Fehlerfall schnell zu ersetzen.
Public CloudDie Public Cloud zeichnet sich vor allem durch die flexible Nutzung nach Bedarf aus. So müssen Unternehmen auch nur für die Leistung bezahlen, die sie aktuell benötigen. Die Cloud-Ressourcen befinden sich in großer Menge im Rechenzentrum des Anbieters und werden von mehreren Kunden gemeinsam genutzt. Die meisten Public Clouds bieten heute neben Rechen- und Speicherleistung ein umfangreiches Portfolio an Diensten. Komplette Big-Data- oder IoT-Szenarien lassen sich auf diese Weise aus der Public Cloud beziehen.

Wie unterstützt die Hybrid Cloud bei Lastspitzen?

Beinahe jedes Online-Business hat mit verschiedenen Arten von Workloads zu tun. So besteht immer eine Grundlast von täglichen Aufgaben, die keinen besonderen Schwankungen unterworfen ist. Für solche Workloads, also beispielsweise den Betrieb des Shopsystems, eignet sich eine Private Cloud sehr gut. Kommt es aber vereinzelt zu Lastspitzen – sei es durch Saisongeschäft, Marketingaktionen oder Ähnliches – so werden diese flexibel und wirtschaftlich in die Public Cloud ausgelagert. Hier zahlt der Kunde nur für die Ressourcen, die er aktuell tatsächlich verwendet.

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Warum hilft die Hybrid Cloud in neuen Geschäftsfeldern?

Dies lässt sich wieder anhand eines Beispiels erläutern: Ein Unternehmen stellt ein Produkt her, das es nun durch zusätzliche „smarte“ Funktionen ergänzen möchte. Diese Funktionen erfordern jedoch einen ständigen Datenaustausch über das Internet sowie die Auswertung dieser Daten. Dafür benötigt die Firma zusätzliche IT-Ressourcen sowie eine IoT-Applikation. Um möglichst kosteneffizient und flexibel zu bleiben, bezieht sie diese aus der Cloud. Der eigentliche Produktionsprozess sowie das ERP-System laufen nach wie vor in der eigenen internen IT-Infrastruktur.

Wie verwaltet man eine Hybrid Cloud?

Entscheidend für den Erfolg von hybriden Architekturen ist das optimale Zusammenspiel der verschiedenen Systemteile. So kann nahtlos gesteuert werden, wo welcher Workload bearbeitet wird. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Cloud Orchestration. Diese wird durch ein einheitliches und zentrales Management gewährleistet, das spezialisierte Anbieter für den Kunden übernehmen. Der Anbieter stellt dabei sicher, dass die einzelnen Komponenten kompatibel und reibungslos miteinander arbeiten. Denn wenn sich die Verarbeitung von Daten verzögert, kann dies erhebliche Folgen für einzelne Geschäftsprozesse haben. Die gesamte hybride Lösung muss also als ein einziges nahtloses System gesehen werden.

Hinzu kommt, dass die Anforderungen jedes Unternehmens ganz individuell und recht komplex sind. Es gibt also keine Musterlösungen, welche Ressourcen für welchen Workload heranzuziehen sind. Bei der Planung gilt es, den Status quo genau zu beleuchten und den Bedarf kommender Projekte zu berücksichtigen. Eine umfassende Erfahrung mit hybriden Lösungen und genaue Kenntnis der Cloud-Landschaft sind daher unerlässlich.

Lösungen aus einer Hand

Woher sollen Unternehmen aber wissen, welche Infrastrukturen sie wirklich benötigen? Meistens ist die interne IT sehr spezialisiert und auf die Kernanwendungen im Unternehmen fokussiert. Sie haben daher nicht die Zeit, die Vor- und Nachteil diverser Ressourcen abzuwägen. Managed Cloud Service Provider, die verschiedene Produkte und Cloud-Modelle im Portfolio haben, sind in dem Fall eine gute Anlaufstelle. Sie liefern Managed Hosting, eigene Public- und Private-Cloud-Produkte sowie Lösungen von Drittanbietern aus einer Hand und stellen in Kooperation mit dem Kunden eine optimale hybride Lösung zusammen. Um die Umsetzung und das spätere Management kümmert sich ebenfalls der Dienstleister. Das beauftragende Unternehmen kann sich so auf seine eigentlichen Geschäftsprozesse konzentrieren.

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