Interview: Die Cloud als Motor für agile Prozesse

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„Die Cloud ist heute alternativlos“ – sagt Experte Cornelius Marks zum Thema Cloud im Mittelstand.

Cornelius Marks ist seit über 13 Jahren in der Cloud- und IT-Welt tätig. Er verfügt über fundiertes Wissen in den Bereichen IT-Infrastrukturen und -Architekturen. Im Interview berichtet er heute darüber, wie die Cloud mittelständische Unternehmen dabei unterstützt, ihre Prozesse digitaler zu gestalten und somit wettbewerbsfähig zu bleiben.

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Hallo Cornelius, vielen Dank, dass du uns heute mehr über die Cloud und ihre Vorteile für Unternehmen erzählst. Fangen wir doch mit einer kurzen Einführung an: Was ist eigentlich „die Cloud“?

Ich unterteile die Cloud gerne in vier größere Modelle. Dies ist zum einen die Private Cloud, die ungeteilte, also dedizierte Ressourcen entweder im eigenen Rechenzentrum oder bei einem externen Cloud Provider zur Verfügung stellt. In der Public Cloud bezieht man ganz bewusst bestimmte Leistungen aus einem öffentlichen System. Dadurch nutzt man bestimmte Vorteile wie zum Beispiel „pay as you go“.

Eine Mischform aus klassischem Hosting und einer Private oder Public Cloud bildet die sogenannte Hybrid Cloud. Sie eröffnet die Möglichkeit, die Vorteile der dedizierten mit den Vorteilen der Cloud-Welt zu kombinieren. Noch einen Schritt weiter geht die Multi-Cloud. Sie macht nicht nur mehrere Cloud-Systeme gleichzeitig verfügbar. Sie verzahnt und integriert diese auch miteinander. Diese Verwaltung von Cloud-Ressourcen wird auch als Orchestrierung bezeichnet.

Unternehmen können also auf verschiedene Cloud-Modelle zurückgreifen, um unterschiedliche Anforderungen zu erfüllen. Aber warum spielt die Cloud heute eigentlich eine so tragende Rolle für die Wirtschaft?

Meiner Meinung nach ist die Cloud heute alternativlos. Wir befinden uns im digitalen Zeitalter, das von Echtzeitanforderungen durch die Kunden und Geschäftspartner sowie von grenzenlosen Märkten geprägt ist. Um diese Herausforderungen zu erfüllen, benötigen Unternehmen hochflexible und unbegrenzt skalierbare Infrastrukturen. In der nötigen Ausprägung bietet diese nur die Cloud.

So sind einerseits neue Business-Modelle gefragt, um in einem disruptiven Wettbewerbsumfeld bestehen zu können. Zudem wird eine schnelle Time-to-Market und darauffolgende Monetarisierung neuer Produkte und Services immer wichtiger. Hier können innovative Cloud-basierte Anwendungen, etwa aus den Bereichen IoT oder Big Data, entscheidende Vorteile bringen. Des Weiteren denke man an die zunehmende Globalisierung. Angebote werden global ausgerollt und an internationale Marktgegebenheiten angepasst. All dies erfordert eine technologische Basis, die mit den sich rapide verändernden Anforderungen Schritt hält.

Wichtige Phasen der Industrie bis hin zum Digitalzeitalter

Übersicht der bedeutenden Phasen für die Industrie. Das Digitalzeitalter ist vor allem geprägt durch die Bedürfnisse der Kunden, die möglichst in Echtzeit befriedigt werden sollen.

Cloud im Mittelstand: Status quo und Journey to the cloud

Wo stehen denn die meisten Unternehmen heute im Hinblick auf ihre Infrastruktur?

Viele arbeiten heute noch mit eigenen Infrastrukturen. Sie haben noch keine Schritte in Richtung Cloud unternommen. Hier gilt es in der Beratungsphase vor allem herauszufinden, wohin die Reise des Unternehmens gehen soll. Also was dieses im Hinblick auf neue Prozesse und Produkte plant.

Eine weitere häufige Ausgangslage ist eine eigene Infrastruktur, die bereits strategisch optimiert wird. Das betreffende Unternehmen hat erkannt, dass seine Bordmittel perspektivisch nicht ausreichen. Daher hat es sich bereits sehr viele Gedanken zu seinen Anforderungen und technischen Lösungen gemacht.

Der dritte Fall beschreibt Unternehmen, die ihre eigenen Infrastrukturen in interne und externe Cloud-Services verlagern und konsolidieren. Der erste Weg in die Cloud ist bereits geebnet. Erste Gehversuche finden in bestimmten Bereichen statt.

Schließlich gibt es auch den Fall, dass Unternehmen sich gar nicht mehr mit internen Systemen befassen möchten. Sie wollen lieber alles nur noch aus der Cloud beziehen. So fangen beispielsweise die meisten Start-ups direkt in der Cloud an. Hier nutzen sie gezielt die Services, die sie für ihr Business benötigen.

Wenn man aber noch relativ am Anfang steht, also wir eher von den ersten beiden Fällen ausgehen: Wie kann ich mich als Unternehmen auf die Cloud vorbereiten?

Zunächst ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, dass man ja selber die Cloud gar nicht betreiben muss. Man muss lediglich wissen, was man damit tun möchte. Man hat das Ziel, seine Geschäftslogik in die Cloud zu expandieren. Erforderlich ist also in erster Linie ein tiefes Know-how des eigenen Business, der aktuellen und geplanten Produkte sowie der internen Abläufe und Prozesse. Wenn man in der Lage ist, auf Basis dieser Kenntnisse die passenden Anforderungen an die IT-Infrastruktur abzuleiten, kann den Rest einfach der Cloud Service Partner übernehmen.

Als Beispiel ziehe ich hier gerne ein Flugzeug heran. Wenn ich eine Flugreise machen möchte, baue ich ja auch nicht das Flugzeug selber. Ich muss nur wissen, wohin ich fliegen möchte, welchen Komfort ich mir leisten kann und möchte und worauf ich eher verzichten kann. Dann muss ich nur noch an Bord gehen und kann die Reise genießen. Alles Technische regeln im Hintergrund die Spezialisten für mich.

Was passiert denn genau im Hintergrund, wenn ich als Unternehmen in die Cloud reisen möchte?

Im Wesentlichen sind es nur drei Schritte: Ich plane und konzeptioniere, überlege mir, wie ich es verwalte und betreibe – und dann migriere ich. Dabei sprechen wir allerdings nicht davon, in einer einzigen großen Aktion sämtliche Applikationen in die Cloud zu schieben. Vielmehr geht man dabei in einer Häppchentaktik vor: Man betrachtet jede Anforderung bzw. jeden Service für sich. Die drei Schritte werden somit für jeden Service wiederholt. Wobei jedes Mal auch entsprechende Schnittstellen zu weiteren Cloud-basierten Services mitgedacht werden.

Cloud Journey in drei Schritten

Die Cloud Journey kann auf drei Schritte heruntergebrochen werden, die immer aufs Neue für jeden zu migrierenden Service durchlaufen werden.

Gerade im Mittelstand hört man aber häufig, dass die Services und Anwendungen zu speziell seien, um sie in die Cloud zu verlagern. Hier geht es oft um etablierte und über Jahre hinweg genutzte Systeme und Applikationen. Was kannst du uns dazu sagen?

Wenn man sich die Cloud-Angebote genauer anschaut, stellt man recht schnell fest, dass eine Fülle an Services und Diensten zur Verfügung steht. Nicht nur bei den großen Hyperscalern wie AWS oder Google Cloud. Auch bei lokalen Cloud-Anbietern wie plusserver. So kann nicht nur jeder Spezialfall bedient, sondern sogar durch aktuellste Lösungen optimiert und effizienter gestaltet werden.

Lieber Cornelius, wir danken dir für die spannenden Einblicke.

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