IT-Trends: Crisp Research blickt auf 2019

Welche IT-Trends erwarten uns im nächsten Jahr? Die Analysten von Crisp haben die Top-Themen identifiziert.

Vier große IT-Trends werden 2019 für spannende Entwicklungen, aber auch viele Diskussionen und Umbrüche sorgen: Datenverfügbarkeit, Digitalstrategie, menschliche Interaktion sowie Innovationen und Trends auf Seiten der Technologie. Fünf vertiefende Themen bestimmen wiederum jeden der IT-Trends. Diese werden sicherlich auch weit über 2019 hinweg nicht an Aktualität einbüßen:

IT-Trend 1: Datenverfügbarkeit

Neue Datenquellen: Die Speicherung großer Datenmengen ist kein Problem mehr, u. a. dank Hadoop und Data Lakes. Nun gilt es, neue Datenquellen zu erschließen und sinnvoll zu nutzen. Ein Beispiel, das gerade in der Automobilnation Deutschland stark im Fokus steht, ist autonomes Fahren.

Connectivity Options: Langsam aber sicher geht es auch in Deutschland in Sachen Internet-Konnektivität voran. Stichwörter sind hier 5G- oder Low-Power-Wide-Area-Netze Diese versprechen uns für die Zukunft bessere und schnellere Verbindungen und sollen beispielsweise Software-Updates „over the air“ in Fahrzeugen ermöglichen.

Edge-Preisverfall: Für 2019 sieht Crisp einen Preisverfall bei Edge-Hardware voraus, was sich positiv auf IoT- und Industrie-4.0-Szenarien auswirkt.

Operative Reife: Viele cloudnative Dienste wie der containerbasierte Kubernetes-Dienst werden im nächsten Jahr bei allen Hyperscalern wie AWS, Google Cloud oder Azure sowie bei lokalen Providern deutlich mehr operative Reife erreichen.

Sekundäre Datennutzung: Daten sollen zunehmend für mehrere Zwecke Verwendung finden, um den größten Nutzen aus ihnen zu ziehen. Als Beispiel nennt Crisp hier die Abstandsmessung von Fahrzeugen zwecks Unfallvermeidung, die zugleich der Stauprognose dienen soll. Für Letzteres müssten die Hersteller die Daten jedoch (anonymisiert) an Dritte übertragen – dies gilt als kritischer Faktor bei den Endanwendern.

 

IT-Trend 2: Digitalstrategie

Erste Versionen: 90 Prozent der deutschen Unternehmen werden bis Mitte 2019 zumindest eine erste Version ihrer Digitalstrategie entwickelt haben.

CDOs in Deutschland: Um die Digitalstrategie umzusetzen, wird in vielen Unternehmen die Position eines Chief Digital Officers (CDO) geschaffen.

Digitaler Umsatz: Bei 15 Prozent der deutschen Unternehmen werden digitale Produkte zusätzlichen Umsatz bringen. Diese liegen deutlich hinter den Umsätzen mit traditionellen Produkten. Dennoch schaffen CDOs damit einen Nutzen fürs Unternehmen.

Digitale Erträge 2020: Da die Entwicklung und der Betrieb digitaler Produkte zunächst mehr kostet als einbringt, werden erste digitale Produkte in Industrieunternehmen erst ab Anfang 2020 profitabel.

Digitale Ökosysteme und APIs: Hier wird ein Wandel von meist technischen Anforderungen an die IT-Architektur zu einer stärkeren Relevanz des gesamten Business-Ökosystems stattfinden.

 

IT-Trend 3: Menschliche Interaktion

Unified User Experience: Sprachen- und Gestensteuerung werden weiter verbessert. Unternehmen setzen daher zunehmend auf die Vernetzung aller Interaktionswege sowie selbstlernende Funktionen.

AI & Bots: Selbstlernende und automatisierte Anwendungen und Interfaces werden unseren Alltag immer stärker prägen. AI- und Bot-Funktionalitäten werden zum zentralen Gestaltungselement.

Mixed Reality: Was bisher hauptsächlich im Gamingbereich Anwendung fand, soll noch stärker in weitere Bereiche wie die Wissenschaft aber auch die Industrie vordringen. Hardware, Software und User Interfaces sind jedenfalls bereit dafür.

Autonomes Fahren: Nach ersten Forschungsprojekten in den Universitäten und einem großen Teil der Entwicklung im Silicon Valley soll autonomes Fahren auch für unsere Autohersteller Wettbewerbsvorteile schaffen.

Security & Privacy der User: Im Jahr der DSGVO haben die Nutzer ein stärkeres Feingefühl für adäquaten Umgang mit Daten bekommen. Unternehmen müssen auch 2019 für ihre Nutzer entsprechende Transparenz schaffen und Sorgfalt garantieren.

 

IT-Trend 4: Technologie

Weg von Allzweck-Hardware: Der Vielzweck-Server für fast alle Workloads hat quasi ausgedient. Cloud-Server werden speziell für bestimmte Software-Algorithmen gebaut. Dabei kommen eigens entwickelte Mainboards sowie spezielle CPUs zum Einsatz.

Softwareplattformen werden kommodisiert: Die Funktionalität wird vergleichbarer, der Preis geht runter: Damit werden Plattformen für IoT, Machine Learning, AI auch für mittelständische Unternehmen in Deutschland erschwinglich.

Business-as-Code: Nach dem Infrastructure-as-Code-Trend für Entwickler bringt Business-as-Code 2019 eine neue Welle von Low-Code- oder sogar No-Code-Ansätzen in Unternehmen. So soll etwa eine Business-Regel in menschlicher Sprache die Ausführung eines generierten Programmcodes auf einer Serverless-Umgebung ermöglichen. Dies funktioniert ähnlich wie Sprachassistenten im Consumer-Bereich. Ein Beispiel aus dem Einkauf wäre der Befehl “Kaufe täglich zehn Tonnen Lithium, wenn die Zahl der bestellten Elektroautos 500 Stück überschreitet”. Die Entwicklungsabteilung bleibt beim Deployment der Regel außen vor.

Skills weiterhin gefragt: Zwar entlastet der oben beschriebene Business-as-Code-Ansatz die Programmierer. Dennoch werden im Hinblick auf die Programmierung und Systemarchitektur auf den modernen Plattform-Stacks immer tiefere Kenntnisse gefordert.

Chief Reliablity Officer: Die ersten Unternehmen stellen anstelle eines CIOs häufig einen CDO sowie einen CRO ein. Der Grund: Klassische Enterprise-Reliability-Konzepte greifen bei cloudnativen Applikationen nicht. Neue Konzepte sind gefragt.

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Hilfe für die IT-Trends 2019

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