Was ist die AWS Cloud?

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Amazon Web Services (kurz: AWS) gehört zu den führenden Cloud-Computing-Anbietern weltweit. Wir stellen die vielseitigen Bestandteile der AWS Cloud sowie die wesentlichen Vor- und Nachteile dieser Public Cloud vor.

Kurz und kompakt: das 1×1 von AWS Cloud Computing

AWS, eine Tochterfirma von Amazon.com, ist eine umfangreiche Plattform für Cloud Computing Services. Cloud Computing beinhaltet in der Regel die drei Bestandteile Infrastucture as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS).

IaaS bedeutet, dass Kunden über das Internet Zugang zu den verfügbaren IT-Services haben, beispielsweise im Bereich Datenspeicherung oder Rechenleistung, und diese überall und an verschiedenen Endgeräten nutzen können. Der Begriff PaaS beschreibt die Nutzung einer Cloud-Plattform zur Entwicklung von Webanwendungen. SaaS steht für die Bereitstellung browserbasierter Software durch einen externen Dienstleister, die von mehreren Usern gleichzeitig genutzt werden kann. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist Google Docs, das eine standortunabhängige Bearbeitung von Dokumenten ermöglicht.

AWS Cloud für Unternehmen

Für Unternehmen sind Public Clouds beispielsweise nützlich, um schnell und einfach individuelle Anwendungen entwickeln zu können, ohne eigene Produktlizenzen oder Serverplätze erwerben zu müssen. Oder anders gesagt: AWS stellt Entwicklern eine maßgeschneiderte und zuverlässige IT-Infrastruktur auf Abruf zur Verfügung (= Self Service).

Darüber hinaus können Shopsysteme oder Anwendungen wie WordPress oder andere Content-Management-Systeme über AWS laufen. Auch ein automatischer Lastüberlauf aus einer Private Cloud in die Public Cloud ist ein häufiger Anwendungsfall, um die Verfügbarkeit eines Webangebots auch bei hohem Traffic zu gewährleisten. Neben der sofortigen Verfügbarkeit, der Flexibilität und der breiten Serviceauswahl spricht vor allem die Kosteneffizienz für die Nutzung von AWS.

Migration in die Public Cloud

Die Public Cloud setzt sich immer mehr als Enterprise-Lösung durch. Lesen Sie in der aktuellen IDG-Studie, wie deutsche Unternehmen den Schritt in die Cloud angehen.

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Das sind die wichtigsten Bestandteile von AWS Cloud Computing

Cloud Server: Nutzer von AWS können auf virtuelle Server (= EC2, Elastic Compute Cloud) zugreifen. Als Betriebssysteme stehen unter anderem Linux-Distributionen oder Microsoft Windows zur Verfügung. Die Abrechnung erfolgt je nach Dauer (stunden- oder sekundenweise), genutztem Arbeitsspeicher oder Compute Units.

Speicherplatz: Unternehmen können theoretisch beliebig große Datenmengen über AWS speichern und bezahlen jeweils nur den verbrauchten Speicherplatz. Die Speicherung erfolgt über den Filehosting-Dienst S3, der Zugriff über HTTP/HTTPS.

Netzwerk: Die Inhalte aus AWS-Diensten (z.B. EC2 oder S3) werden via CloudFront, einem Content Delivery Network (CDN), bereitgestellt. Durch die globale Verteilung wird die Zugriffszeit reduziert. Neben einzelnen Dateien können, je nach Konfiguration, auch ganze Domains bereitgestellt werden, auf Wunsch auch SSL-verschlüsselt.

Datenbankservices: Mit SimpleDB und Relational Database Service (RDS) stehen zwei verschiedene virtuelle Datenbanken zur Auswahl, wobei erstere eher für „einfache“ Ablagen gedacht ist. Die virtuelle Datenbank von RDS basiert auf MySQL, Microsoft SQL Server oder Oracle.

Entwicklungstools: Von der Entwicklung über das Analysieren und Debuggen sowie Testing bis hin zur Bereitstellung hält AWS alle nötigen Werkzeuge für Entwickler bereit.

AWS Marketplace: Eine ständig größer werdende Auswahl an Software, die unabhängige Anbieter zur Verfügung stellen. Hier sind auch zahlreiche Anwendungen aus den Bereichen IoT, AI oder Big Data zu finden.

Auf einen Blick: die Vor- und Nachteile der AWS Cloud

Zweifelsohne gehört AWS zu den beliebtesten Anbietern von Cloud Computing Services. Aktuelle Zahlen zeigen, dass AWS trotz steigendem Wettbewerbsdruck, beispielsweise von Azure, noch immer an der Spitze der Public Clouds steht. Doch warum ist AWS so beliebt? Und gibt es auch Nachteile? Wir haben die wichtigsten Fakten für Sie zusammengefasst:

AWS Cloud: Marktanteile der Public Clouds

Auch wenn andere Public Clouds Marktanteile gut machen – AWS wird wohl weiterhin der Spitzenreiter bleiben. Quelle: https://www.crisp-research.com/reinvent-2017-aws-muss-weiter-tempo-machen-der-kampf-um-die-marktanteile-wird-haerter/

AWS-Vorteile

+ Kosteneffizienz: AWS gilt als recht günstig, außerdem bezahlen Sie nur die Services, die Sie wirklich nutzen. Vorherige Investitionskosten entfallen komplett.

+ Verfügbarkeit: Zur Umsetzung neuer Ideen, kann Ihr Entwicklerteam unmittelbar auf die Services zugreifen und damit beispielsweise schnell auf Veränderungen im Markt reagieren.

+ Netzwerk: Die AWS Cloud ist aktuell innerhalb von 18 geografischen Regionen in 54 Availability Zones verfügbar. Aufgrund von kurzen Übertragungswegen sind Latenzzeiten gering.

+ Auswahl: User von AWS können auf eine breite Palette an Services zugreifen, die kontinuierlich weiterentwickelt wird.

+ Flexibilität: Kapazitäten können jederzeit flexibel hinzugefügt oder weggenommen werden. Das ermöglicht agiles und skalierbares Handeln.

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Gerade für den Mittelstand ist die Nutzung von AWS interessant. Denn die Digitalisierung erfordert neue Ressourcen, die AWS flexibel bereithält.

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AWS-Nachteile

– Orientierung: Die große Auswahl an Services kann zu Beginn etwas überfordernd sein.

– Beratung: Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen bietet AWS kaum Beratungsleistungen an. Es besteht jedoch die Möglichkeit, auf externe Dienstleister wie Managed Public Cloud Provider bzw. Beratungsunternehmen zurückzugreifen.

AWS Cloud: Sicherheit und Compliance

Da die Rechenzentren von Amazon betrieben werden und der User im Regelfall nicht weiß, in welcher Region die Services gebucht werden, wird AWS immer wieder mit dem Thema Datensicherheit konfrontiert. Nicht umsonst wirbt das Unternehmen auf der Webseite mit Sicherheitszertifizierungen, Verschlüsselungen, Hardware-Sicherheitsmodulen uvm. Außerdem legt man bei AWS laut eigenen Angaben viel Wert auf Compliance und führt beispielsweise Identitätsprüfungen durch.

Für besonders sensible Projekte oder eine von Unternehmensseite vorgegebene Datenspeicherung in Deutschland bietet sich jedoch ggf. die Nutzung einer Hybrid Cloud an, die sowohl AWS als auch eine Private Cloud umfasst. Sensible Informationen können dann in der Private Cloud gespeichert werden. Ein Datenaustausch ist über entsprechende Schnittstellen jederzeit problemlos möglich.

Managed AWS Cloud

Hinsichtlich der schnellen Umsetzung innovativer Entwicklungen und Funktionen vertrauen bereits hunderttausende Kunden auf AWS Cloud Computing. Ideen können sehr schnell und vor allem risikoarm (Finanzen, Ressourcen) in die Tat umgesetzt werden. Dafür ist es nicht zwingend notwendig, tiefgehende Cloud-Expertise im eigenen Unternehmen aufzubauen. Managed Public Cloud Provider unterstützen Sie dabei, die optimalen Cloud-Ressourcen für Ihren spezifischen Bedarf zu ermitteln, das Setup zu planen und die Anwendungen zu migrieren. Im späteren Betrieb übernehmen externe Dienstleister auch das Management sowie den Support.

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